Dauerhafte Überlastung oder Dysbalancen über Urintests labortechnisch nachweisbar

Neurotransmitter sind chemische Substanzen des Körpers, die als Botenstoffe im Nervensystem fungieren. Sie ermöglichen die Kommunikation zwischen Nervenzellen, den sogenannten Neuronen, und spielen eine zentrale Rolle bei der Übertragung von Signalen im Gehirn und im Nervensystem.
Neurotransmitter sind bei bestimmten Fragestellungen auch in der Diagnose und Therapie sehr wichtig, z.B. Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin, Glutamat und GABA. Jeder Neurotransmitter hat seine eigenen Rezeptoren, also quasi Andockstellen, im Körper und ist an unterschiedlichen Aspekten der Gehirnfunktion, des Verhaltens bei Entspannung und Stress, dem Schlaf, bei Schmerzen und Entzündungen, bei der Appetitregelung, Blutdruckregulation, Angst und Freude, Motivation und Konzentration und vieles mehr beteiligt. Sie beeinflussen unser Leben jede Sekunde, Tag und Nacht, ein Leben lang. Die richtige Balance und Funktion dieser Botenstoffe sind entscheidend für eine gesunde Nervenfunktion und den reibungslosen Ablauf vieler physiologischer Prozesse.

Die Messung der Neurotransmitter im Urin ist eine Möglichkeit, um Ungleichgewichte oder Veränderungen in ihrer Konzentration festzustellen. Natürlich sind Rückschlüsse auf die Versorgung mit diesen Botenstoffe im Gehirn nicht direkt möglich. Die Betrachtung der gesamtsystemischen Situation bietet jedoch oft eine gute Option für eine erweiterte Diagnostik vor allem bei chronischen Stresspatient:innen, Burnout-Syndrom, Antriebslosigkeit, Unruhe, Ängste, unerklärliche Nervosität, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Reizdarm.

Kostenerstattung
Die Kosten werden von der Gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen. Bei Privatpatienten oder von Zusatzversicherungen werden nach meiner Erfahrung in der Praxis die Kosten in den meisten Fällen ganz oder je nach gewähltem Tarif zumindest teilweise erstattet.